Vorankündigung

Mit Beginn des Herbstsemesters 2021 werden zwei Ausschreibungen lanciert: 

Rapid-Action-Call

und

Struktur-Call

Weitere Einzelheiten werden bei Veröffentlichung der Ausschreibung bekannt gegeben.

Rapid-Action-Call

Mit den «Rapid-Action-Calls» des Innovationsprogramms unterstützt die Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH) Projekte, die mit rasch realisierbaren Massnahmen auf unmittelbare Herausforderungen reagieren. Der erste Rapid-Action-Call steht unter dem Motto «Die letzte Meile». Unterstützt werden sollen Projekte, für die bereits Konzepte und Umsetzungspläne für die digitale Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen bestehen und die gewissermassen noch «die letzte Meile» bis zu einem funktionierenden Tool oder Service bzw. einem gesellschaftlichen Impact zurücklegen müssen.

Der erste Rapid-Action-Call richtet sich insbesondere an Junior-Forschende bzw. jüngere Fachleute der DIZH-Hochschulen, welche einen Beitrag zur digitalen Innovationsfähigkeit des Kantons Zürich leisten wollen. Im Fokus stehen Projekte mit soliden Vorarbeiten: Konzepte wurden definiert und in Publikationen vorgestellt, Umsetzungspläne liegen vor, ein proof-of-concept wurde geliefert oder erste Prototypen sind erstellt worden – doch es fehlt der «letzte Kick», bis die Idee in der Realität angekommen ist und beispielsweise in der Lehre eingesetzt, durch zivilgesellschaftliche Organisationen genutzt, in der Kultur-Szene Wirkung erzielt oder auf Marktakzeptanz hin validiert wurde. Dabei muss ausgewiesen werden, dass ein rascher Abschluss für den Projekterfolg wichtig ist. Projekte für den Rapid-Action-Call «Die letzte Meile» müssen zwingend spätestens drei Monate nach Zusprache beginnen und dürfen nach Projektbeginn maximal 12 Monate dauern. Gemäss den generellen Bedingungen muss jedes Gesuch im Rahmen des DIZH-Innovationsprogramms eine mindestens gleich grosse Eigenleistung der Hochschulen als Matching-Funds aufweisen; es können dabei auch Vorleistungen der Antragstellenden als Gegenfinanzierung ausgewiesen werden (s. Abschnitt 5.4 im Konzept).

Die Zusammenarbeit zwischen DIZH-Hochschulen und/oder Praxispartnern (nichtakademische Institutionen, beispielsweise Organisationen, Unternehmen und Institutionen aus Kultur, Wirtschaft und Zivilgesellschaft) ist nicht zwingend, wird aber in der Bewertung der Anträge als vorteilhaft angesehen. Zwingend ist, dass im Rahmen des Projekts ein praxisrelevantes Endresultat entsteht, das in einem definierten Rahmen eine öffentliche Wirkung erzielen kann.

Struktur-Call

Die umfangreichsten Mittel des Innovationsprogramms werden für DIZH-Struktur-Calls eingesetzt. Damit unterstützt die DIZH langfristige Innovationsstrukturen über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren mit dem Ziel, die DIZH überdauernde Organisationsformen zu schaffen. Struktur-Calls sollen die DIZH-Partnerhochschulen sowohl untereinander als auch mit den jeweils relevanten gesellschaftlichen Akteuren strukturell und inhaltlich nachhaltig vernetzen und dadurch Innovationen ermöglichen, welche durch die herkömmlichen Förderinstrumente nur schwer realisierbar sind.

Ein Kernziel von Struktur-Calls ist die Vernetzung sowohl der DIZH-Partnerhochschulen untereinander als auch mit gesellschaftlichen Akteur*innen (Praxispartner). Demnach bilden mindestens zwei Antragsteller*innen aus unterschiedlichen DIZH-Hochschulen das Eingabe-Team. Der Einbezug von mindestens einem Praxispartner ist im Antrag auszuweisen. DIZH-Strukturen sollen Innovationen in breit definierten Tätigkeitsfeldern wie beispielsweise Bildung, Design, Gesundheit oder Mobilität ermöglichen. DIZH-Strukturen sollen dabei zur Vernetzung und Zusammenarbeit der relevanten Akteur*innen aus Forschung, Entwicklung und Praxis führen, um qualitativ hochwertige Innovationen zu ermöglichen.  Die vom DIZH-Innovationsprogramm finanzierten Strukturen sollen im Gesellschafts-, Kultur- und Wirtschaftsraum Zürich Wirkung erzielen bzw. Werte schaffen. DIZH-Strukturen sollen dabei virtuelle und/oder physische Räume der Begegnung, des Experimentierens und des Darstellens bilden mit dem Ziel, über einen längeren Zeitraum hinweg Impact zu erzielen.Die Strukturen können sich unterschiedlichster Formate bedienen, um Vernetzung und Zusammenarbeit zum Zweck der Innovation zu ermöglichen. Beispiele von Formaten ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind FabLabs, Hackathon-Reihen, Hubs, Makeathons, Open Spaces, Plattformen, Living Labs, interdisziplinäre Werkstätten oder thematische Netzwerke. Auch die Zielsetzungen können sehr unterschiedlich sein.

Für eine DIZH-Struktur können max. 2 Mio. CHF an DIZH-Mitteln beantragt werden (ohne Eigenleistung, welche nochmals in gleicher Höhe generiert werden muss). Der Antrag soll aufzeigen, welche Aufwände für die einzelnen Phasen und Meilensteine für Aufbau und Unterhalt der DIZH-Struktur anfallen. Antragsberechtigt für diesen Call sind während der geplanten Projektdauer angestellte Angehörige aller DIZH-Hochschulen. Die institutionelle Einheit höheren Grades (beispielsweise Fakultät, Departement, Prorektorat) der Antragstellenden bestätigt die Unterstützung des Antrags, die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen und die Bereitschaft die Struktur gemeinsam mit der/den Partnerhochschule(n) zu tragen unter Beachtung der jeweiligen Finanzreglemente. Studierende der DIZH-Hochschulen können Teammitglieder sein, sind aber in diesem Call selbst nicht antragsberechtigt.